Eine erweiterte und bereicherte Nationalhymne

Hoffmann von Fallersleben bereicherte unser Land. Der Sinn eines Deutschlandliedes.

Eine erweiterte und bereicherte Nationalhymne

Beitragvon micha » 09.11.2006, 16:45

Seit dem Jahre 2000 wurde daran gearbeitet. Der Grundgedanke war, die Gesinnungsethik von Hoffmann von Fallersleben zu verstärken, Deutschland zu charakterisieren, so gut es in einem Lied möglich ist, und eine Richlinie zukünftiger Politik zu geben. Das Lied unterlag Veränderungen und hatte zuletzt sieben Strophen.

Nachtrag am 29/April/2009 0:10+1:

Inzwischen ist das Arbeitsergebnis als "NATION-HYMNE" veröffentlicht. Die letzte Fassung steht hier: http://solidarpartei.de/hymne.html#1



Der Inhalt der Strophen:


Die erste und zweite Strophe wurden im Sinne von Hoffmann von Fallersleben ein wenig verändert, aus der Ebene eines Studentenliedes auf die Ebene einer unbedenklichen Nationalhymne übertragen.

Die dritte Strophe ist die derzeitig gültige offizielle Nationalhymne

Die weiteren Strophen resultieren aus einem deutschen Identitätslied, das zeitverschoben und dennoch parallel zum Deutschlandlied entstand. Versmaß und Zeilenzahl blieben gleich.
Zuletzt geändert von micha am 28.04.2009, 23:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon micha » 10.11.2006, 16:26

Eine Zeile des Identitätsliedes hieß:

Friedlich kämpferisches Land


Daraus wurde später

Friedlich kämpft das neue Land

Die ältere Fassung beschreibt eine Forderung an Deutschland wie eine Doktrin. Die jüngere umschreibt, dass die Doktrin verwirklicht wurde.

Die Enstehung der ersten Zeile war damit verbunden, das sichere Gefühl zu haben, dass diese Deutung Deutschlands einmal Geschichte schreiben wird. Sie wurde gedichtet, als Deutschland nach einem Weg suchte. Der Angriff auf Saddam Hussein im Irak stand bevor, die UN konnte nicht helfen, Exkanzler Gerhard Schröder suchte den Kontakt zu Chirac.

Danach fiel die Entscheidung, sich aus dem Irak herauszuhalten. Diese Entscheidung verband Gerhard Schröder zur Herausgabe seiner Memoiren mit der Behauptung, ihn hätte der Satz: "Deutschland - nie wieder Krieg" zu seiner Entscheidung bewogen. Auf dem Balkan führte Schröder aber bereits Krieg, auch ohne UN-Mandat.

Das Identitätslied mit der älteren Zeile wurde auch an das Bundeskanzleramt geschickt. Undenkbar, dass es keine Beachtung fand. Deutsche Identität wurde gesucht. Die Haltung zu Weltereignissen war noch nicht gefunden worden.

Der altgekannte Satz "Nie wieder Krieg" würde sich auf die USA beziehen. Er bezog sich aber immer auf Deutschland. Darum stimmt etwas an der Erklärung des Ex-Bundeskanzlers nicht. Die Begründung für seine Ablehnung der Irakintervention konnte dieser Satz nicht gewesen sein, denn ein Krieg war gar nicht beabsichtigt. Beabsichtigt war ein Sturz Saddam Husseins und eine Befreiung der Bürger des Irak aus der Diktatur. Der Satz "Nie wieder Krieg" hätte erst später einen Sinn gehabt. Später nämlich entfachten Schiiten und Sunniten einen tatsächlichen Krieg. Erst dann macht der Satz Sinn. Schröder verfälscht die Chronologie der Ereignisse Er nutzt die negative Entwicklung im Irak als Hinweis auf seine Verweigerung. Aber voraussehen konnte er diese Entwicklung nicht.

Schröder möchte seine damalige Verweigerungsentscheidung als seine originäre Idee verkaufen. Er oder/und seine Berater stützten sich aber auf den Satz:

Deutschland - friedlich kämpferisches Land


Mitkämpfen, aber friedlich wurde seither die Richtschnur aller militärischen Einsätze der Bundeswehr.
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Beitragvon micha » 12.11.2006, 09:31

http://www.deutschlandlied.de/forum/vie ... 8982#28982

Ein Mitglied des oben verlinkten Forums mit Namen "Deutschlandlied" hatte mich per interner email gefragt, wann denn nun der neue Text meines erweiterten Deutschlandliedes freigegeben wird. Er wird es sicherlich erlauben, dass ich meine Antwort auch hier gebe. Die Frage ist ja nichts Privates, sondern hat direkt mit dem Forum zu tun.

Meine Antwort hat folgenden (hier etwas ergänzten) Wortlaut:

Hallo Deutschlandlied!

Der Text wurde von der BRD über den Bundespräsidenten nicht verwertet. Die Rechte gingen somit an mich zurück.

BP Köhler hat jedoch den Inhalt in seiner sog. Berliner Rede verwertet, obwohl der Text im Vertrauen überlassen worden war. Eine Übertragung des Copyright war schriftlich von mir an die Bedingung geknüpft worden, dass damit eine Nationalhymne vorgeschlagen wird. Dies war nicht der Fall. Stattdessen wurde der Inhalt "ausgeschlachtet" ohne mich zu verständigen oder gar einzubeziehen. Da sich ein Bundespräsident Deutschlands an einer Queen Elisabeth oder einem König Pumiphon messen lassen muss, will der ganze Vorgang nicht in meinen Kopf.

Die Berliner Rede hatte in der Presse eine sehr positive Resonanz, Kommentatoren sprachen von einem neuen Köhler, sogar von Horst (?) Wer?

Möglicherweise liegt ein Irrtum bezüglich der Copyrightübertragung vor. Wie ich damals hier im Forum schrieb, hatte ich weder eine Gegenleistung noch einen Eintrag als Autor verlangt. Zu beachten war jedoch, dass ich das Lied der BRD vermacht hatte, nicht einem einzelnen BP Köhler. Und die Übertragung war an eine Unterstützung und Veröffentlichung als neuen Hymnenversuch gebunden. Die deadline war der Tag der deutschen Einheit dieses Jahr. Die Europahymne wurde aufgeführt.

Ein entsprechendes Schreiben an den BP, dass nämlich die Vorwegverwertung für eine Rede kostenpflichtig sei, wurde nicht beantwortet. Eine Absicht, Kosten zu berechnen, habe ich indessen nicht, obwohl der Text als consulting-Text genommen wurde und "political consulting" als Firmierung in meinem Briefkopf an den BP zu finden war. Die Briefe, einschließlich der befristeten Copyrightübertragung, waren formell Faxe ohne Unterschrift und pdf-Dateien mit Unterschrift.

Einen Kostenabgleich überlasse ich dem Bundespräsidenten, weil kein direkter Auftrag, sondern nur eine Verwertung vorlag. Die Verwertung als Consultingtext steht völlig außer Zweifel, da es nicht sein kann, dass die Inspiration, die zur sehr beachteten Berliner Rede führte, aus dem Pool der "Deutschland - Land der Ideen" Kampagne kommt, da diese kommerziell durchsetzt ist. Da erstirb jede Inspiration.

Die Poststelle sagte Ausdrucke zu. Um Kenntnisnahme der Bundeskanzlerin wurde höflich gebeten. Ob dies geschah, weiß ich nicht. Jedenfalls hätte es sich gehört mitzuteilen, wenn eine Weiterleitung an das Kanzleramt nicht möglich war. Da dies nicht geschah, gehe ich davon aus, dass auch Frau Dr. Merkel informiert wurde. Schließlich handelt es sich um einen Nationalsong, für den sich das Duo Präsident/Kanzler seit Bestehen der Bundesrepublik verantwortlich fühlte.

Nun entsteht gerade ein neues Schreiben an den BP, das auf einen Kompromiss zielt, nämlich eine Mitarbeit an der Initiative "Deutschland, Land der Ideen". Dort nimmt der alte Slogan "made in Germany" einen breiten Raum ein. Aus made in Germany wurde praktisch made worldwide. Darum möchte ich meinen geschützten Buchtitel "Energy from Germany" einbringen, um die alternativen Energiekonzepte, die Deutschland entwickelt, zu bündeln. Ich hoffe, das dieser wertvolle Slogan, der auch geistige Energie anklingen lässt, als Idee nicht einfach an mir vorbei verwertet wird.

Wenn dieses Angebot einer Mitarbeit nicht fruchtet, dann werde ich die Zeilen Stück für Stück veröffentlichen. Begonnen habe ich bereits mit der Zeile "friedlich kämpferisches Land", das zum Schluss in die Zeile "friedlich kämpft das neue Land" verwandelt wurde.

Diese Zeile wurde von Schröder wie eine Doktrin behandelt. Seine nachträgliche Erklärung für die Irak-Verweigerung war "Nie wieder Krieg". Er hatte im Balkan Krieg ohne UN-Mandat. Er beansprucht nun die Initialzündung seiner Irakpolitik für sich selbst mit einer Negativformulierung, die stets auf das aggressive Deutschland bezogen war; er übertrug den Satz auf ein Land, das sich verteidigt. Merkwürdig, dass die Presse diese unlogische Propaganda zu eigenem Nutzen nicht durchschaute.

Kanzler Schröder verhält sich abstoßend, da er seinen Außenminister mit dem Wort "Zweckbündnis" abstieß, um Erfolge für sich allein zu beanspruchen. Er scheint unberührt, dass er in Deutschland eine wachsende hilflose, resignierende Unterschicht hinterlassen und so Untreue gegenüber gerade den besonders Abhängigen bewiesen hat. Er zeigt sich als Putin-Einkauf auch gegenüber dem Land untreu, wenn er Privat-Verträge auf Kosten Deutschlands abschließt, die unser Land in eine Anhängigkeit treiben.

Nach hilfesuchenden Fragen von Präsident Bush floh er in einen bequemen Antiamerikanismus, vielleicht auch, um sich mit seinen Englischkenntnissen nicht zu blamieren. Da war ihm der Deutsch sprechende Putin lieber. Schröder zerbrach das atlantische Bündnis und klinkte Deutschland aus. Er verzichtete auf den Einfluss Deutschlands, um eine Wahl zu gewinnen. Er hat einen sehr großen Teil des Irak-Desasters mit zu verantworten, denn er klinkte auch seinen Außenminister aus, der ein starkes UN-Kontingent im Irak vorsah.

Die Zeile des Identitätsliedes brach ein wie ein Blitzschlag. Die politische Führung mit Schröder suchte händeringend nach einer Richtung, nach deutscher Identität in einer verletzten Weltordnung und nach einer Antwort auf die Pattsituation in der UN-Vollversammlung. Das Lied wurde zugeschickt, bevor Kanzler Schröder nach Frankreich fuhr, um sich zu beraten. Den Einfluss der Liedzeile halte ich für viel wahrscheinlicher als die nachträgliche persönliche Erklärung "Nie wieder Krieg". Der Verdienst Schröders wäre aber die Empfänglichkeit für die Zeile "Friedlich kämpferisches Land". Die 68er Generation begründete sich nach einer weltweiten Opposition gegen den Vietnamkrieg. Die antiamerikanische Haltung und der jugendliche Elan gegen den Vietnamkrieg mag die Empfänglichkeit begünstigt haben. Die Gesprächsverweigerung und der Verzicht auf einen Einfluss auf die Irakpolitik waren dann aber das große Versagen Schröders.

Er hätte sich das Konzept für eine alliierte Irakintervention aus meinem Denkmodell im Forum abschreiben können. Er musste nichts selbst entwickeln. Es war da. Ohne jetzt zurückzublättern nenne ich aus dem Gedächtnis noch einmal die Hauptpunkte:

1. UN und Truppen wie mit einem Trojanischen Pferd in den Irak schleusen. Die Intervention auf keinen Fall mit Massenvernichtungswaffen begründen, sondern allein mit dem Argument der Befreiung des Irak von Diktatur und Makroverbrechen.

2. Bagdad umkreisen, außen provisorische Wohnsiedlungen für Flüchtlinge aus der Hussein-Diktatur bauen.

3. Dort Moscheen bauen, Respekt vor dem Islam demonstrieren

4. Auf einen Moment der Festnahme oder Tötung Saddam Husseins geduldig warten.

5. Jeden Eindruck einer Eroberung des Irak vermeiden.

6. Die Ölquellen sichern, dort Basen bauen, dort zurückziehen

7. Jede Vermischung von Militärs unter der Bevölkerung vermeiden

8. An den Militärbasen nahe den Ölquellen Irakern Arbeit und Brot geben.

9. Verträge mit Verantwortlichen des Irak schließen, damit das Öl zu einer Konsolidierung des Landes führt.

10. Deutschland sollte sich so verhalten wie etwa Japan.

Alle Punkte hatte Exkanzler Schröder vor der Nase. Ihn interessierte nur Eines: Wie stehe ich am besten da und kann die nächste Wahl gewinnen.

Mein politischer blog innerhalb www.deutschlandlied.de/forum mit täglicher Orientierung war bereits bekannt und wurde kräftig und rücksichtslos ausgeschlachtet, zumal Oskar Lafontaine in seiner Bild-Zeitung Kolumne von einer neuen deutschen Richtung gesprochen hatte, die Zeile Goethe, Dürer, Schlüter, Kant aus dem Identitätslied herausgriff, Goethe, Dürer, Beethoven, Kant schrieb und damit die Urheberschaft der neuen Richtung bestätigte. Danach entstand ein freundliches Nationalgefühl von Politikern wie Herrn Meyer (Ich liebe Deutschland), danach wurde meine Kritik am antiamerikanischen Parteipolitiker Schröder zu einem entscheidenden Faktor, danach kam es zu einem Regierungswechsel. Irgendwo und irgendwann drehte sich der Wind. Der Tag der Referenz durch Oskar Lafontaine war dieser Moment. Davor gab es eine geradezu antideutsche Haltung in der Politik, ohne ausgeprägtes Bewusstsein der hohen Kultur des Landes. Chic war zu sagen: "Ich liebe Italien!"

Bundespräsident Köhler profitierte davon, dass von mir die Schröderpolitik mit dem Thema "Schadet Schröder unserem Land?" Schritt für Schritt, Ereignis für Ereignis, Entscheidung für Entscheidung kritisiert worden war, denn es kam zu einem Regierugswechsel, der ihn Bundespräsident werden ließ.

Die Dankbarkeit wirft mich um. Während Lafontaine über die neue Richtung in Deutschland reflektierte, ohne die Quelle zu nennen oder sich einmal zu melden, benutzte BP Köhler einen unveröffentlichten, vertraulich überlassen Text zur Identität Deutschlands, ebenfalls ohne sich einmal zu melden. Daher sehe ich mich zu der Taktik gezwungen, Schritt für Schritt Liedzeilen voranzustellen und dazu verfehlte deutsche Politik gegenüber zu stellen. Dadurch wird mehr von der Bedeutung des Liedes bekannt, ohne dass der ganze Text veröffentlicht wird.

Aufgrund meines Plans, Staatskritik mit Zeilen des erweiterten Deutschlandliedes zu verbinden, kann ich also die Hymne noch nicht veröffentlichen. Auch ist ja die leider einseitige Korrespondenz mit dem BP noch nicht zu Ende. Bislang erhielt ich nur zwei Schreiben mit Hinweis auf ein Schreiben von Johannes Rau. Die Ignoranz hat einen vorläufigen Höhenflug erreicht.

Daneben sei vermerkt: Ich trage für meine Texte eine gewisse Verantwortung, weil sie seit 1999/2000 existieren, genau datiert sind und zusammen genommen der weltweit erste politische blog sind. Innerhalb eines CNN-Forums, des deutschen Microsoft-Forums "Kontrovers" und besonders dann im Deutschlandliedforums waren meine Texte politischer blog. Ganz bewusst hatte ich es so auch beschrieben, nämlich als einen journasistischen Schreibtisch mit genauen Datierungen und unveränderbaren ungeschönten wahren Texten. Eigene sites waren eine logische Folge. Sie setzten die Kontinuität fort.

Ein solches idealistisches Engagement, um die Entwicklung in Deutschland positiv zu beeinflussen und gegen die Missstände mit aufwendigen und energieverschleißenden sachlichen Kommentaren anzukämpfen, war sicherlich einmalig, weil täglich und kontinuierlich geschrieben, kommentiert wurde, ehrenamtlich, ohne finanzielle Gegenleistung, ohne irgend ein Feedback, aber auch ohne jede politische Abhängigkeit. Diese Unabhängigkeit machte die Texte und Kommentare, die frei zugänglich waren, glaubwürdig. Die kulturell-patriotische Gesinnung zog an. Die Kommentare waren instantane Reaktionen auf das tägliche Geschehen, schneller als jedes andere Medium. 100prozentig sicher ist also, dass die Aussagen zur Identität Deutschlands aufgesogen wurden wie ein Schwamm Wasser aufsaugt.


..........................................


Die Antwort enthält also eine Begründung, warum mit der Veröffentlichung noch gewartet werden muss. Sie enthält zugleich eine Reaktion auf ein gegenwärtiges Ereignis, Preisverleigungen für blogs. Mit diesem Ereignis entstand die Frage nach dem ersten blog.

Blogs waren zunächst meist Tagebücher und Interessenpools und häuften sich nach 2000. Den Begriff politischer blog sucht man selbst im deutschen Wikipedia noch vergebens. Im internationalen Wikipedia ist political blog zu finden. Sie sind alle viel später.

Jahrelang hatte ich im www.deutschlandlied.de/forum einen politischen blog eingepflanzt und auf das Chatten mit anderen Mitgliedern weitgehend verzichtet. weil es eben ein politischer blog war, der sehr viel Energie und Arbeit gekostet hat. Die Kommentare hatte sehr oft Artikel-Überlänge.
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Beitragvon micha » 01.06.2008, 23:34

Über die Jahre wurde mein Identitäts Lied immer wieder aus der Schublade herausgeholt und verbessert. Nun endlich ist ein brauchbarer Text entstanden, leider ohne Beteiligung anderer, um die ich gebeten hatte, der sich für eine etwas reichere National Hymne eignen würde. Mehr zufällig als beabsichtigt wurde der Text neulich in einem Skype Cast vorgestellt. Die Reaktion war positiv:

http://rheins.de/forum/viewtopic.php?p=1851#1851

Der Stand ist:

eine vorletzte Fassung wurde vor der letzten Fussball Weltmeisterschaft an drei Personen geschickt. Der Text könne vorgestellt werden, hatte ich geschrieben, gleichzeitig hatte ich um Vertraulichkeit gebeten, falls der Text nicht vorgestellt wird. Die drei Personen waren Bundes Präsident Köhler, Kanzlerin Merkel und Franz Beckenbauer. Die Initiative trug keine Früchte, es sei denn Beckenbauer ließ sich für einen Werbe Spot "Der Ball ist bunt" inspirieren.

Der oben erwähnte Skype Cast war das erste Mal, dass das Lied, nun die letzte Fassung, Bürgern vorgestellt wurde. Die Teilnehmer drängten mich, den Text möglichst rasch zu veröffentlichen. Dies soll in einer Arbeit über die National Hymne geschehen. Es dauert etwa einen Monat. Damit habe ich mir eine Frist gesetzt.

micha vRhein
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Beitragvon micha » 09.07.2008, 02:20

Nun war es soweit. Die angekündigte erweiterte National Hymne wurde am 07.07.08 auf der Seite einer neu gegründeten Partei veröffentlicht:

http://solidarpartei.de/hymne.html

Sie ist eine neue Partei eingebettet, deren Gesinnung zum Lied passt, kein Wunder, der Autor des Partei Programms und der Gesinnungs Ethik ist ja der gleiche: micha vRhein.

Diese neue Partei betrachtet nun das Lied mit allen sieben Strophen als National Hymne. Sie wirbt dafür, dass es Verbreitung findet und ermuntert dazu, es privat zu verbreiten.

Damit wird zugleich abgelehnt, dass eine National Hymne allein von einem Tandem Bundes Präsident und Bundes Kanzler bestimmt werden kann, ohne Bürger ausreichend zu fragen. Aus vorherigen Kommentaren, siehe oben, geht hervor, dass sich dieses Duo nicht angesprochen fühlte, als es um Mitarbeit an der Gestaltung des Liedes ging.

Bundes Präsident Horst Köhler verwies auf ein Schreiben seines Vorgängers, Ex Bundes Präsident Rau, der den Weg zu einer eventuellen neuen National Hymne vorgab: erst muss ein solches Lied bei der Bevölkerung ankommen, dann kann von oben Unterstützung geleistet werden.

Diese Auffassung steht im Gegensatz zu einigen National Hymnen anderer Länder, die von Präsidenten gedichtet worden sind. Ein gutes Beispiel ist die Liberianische National Hymne. Die Auffassung steht auch im Gegensatz zur bisherigen Praxis, dass von oben bestimmend entschieden wurde, wie diese Staats Insignie auszusehen hat.

Die neue Hymne der Solidar Gemeinschaft knüpft eher an Adenauer an, der alle drei Strophen vorsah und eine Auftrags Hymne von Bundespräsident Heuss in der Schublade verschwinden ließ. Nach dem Fussball Triumph der Deutschen 1952 in Bern sangen alle spontan die erste Strophe. Unlängst zitierte die Schweiz irrtümlicherweise die erste Strophe als Deutsche National Hymne.

Im Inland mag die Reduzierung der Hymne auf die dritte Strophe des Deutschland Liedes funktioniert haben, indem sie aufoktroyiert wurde, im Ausland sind die notwendigen begleitenden Erklärungen offenbar noch nicht so recht angekommen. Vor Jahren sagte Linda del Mol "Scheiß Deutschland Lied" (dies veranlasste micha vRhein zu einer leichten Umdichtung, um der Intention Hoffmann von Fallersleben besser zu entsprechen, denn das Buschenschafts Lied war ganz sicher kein "Scheiß Lied", hatte und hat seinen Ehren Platz in deutscher Geschichte.)

Zur Beruhigung derjenigen, die im Zusammenhang mit der Hymne immer nach dem Original rufen: es bleibt ja. Das historische Burschenschafts Lied von Hoffmann von Fallersleben bleibt bestehen und bleibt ein Original.

Das Heraufhieven auf die Rampe eines National Liedes verlangt jedoch Rücksicht, damit im Ausland die deutsche National Hymne nicht als "Scheiß Lied" empfunden wird, weil es die Nazis missbraucht hatten und weil hinter diesem Missbrauch die brutalste Kultur Zerstörung der Menschheits Geschichte ausgeführt wurde.

Diesmal kommt eine Gestaltung der deutschen National Hymne ebenfalls von "unten", so wie damals, als Hoffmann von Fallersleben, der außerhalb Deutschlands auf Helgoland, verstoßen aus Amt und Würde, ebenfalls "unten" angekommen war. Das erweiterte Lied ist praktisch ein Einfühlen in die Intentionen und den Geist von Hoffmann von Fallersleben und daher auch ein Solidarisierungs Lied mit dem Dichter.

Für konkrete Erläuterungen zum Lied, zu den einzelnen Strophen, zu Begründungen, warum dieses oder jenes Wort verwendet wurde, und für eventuelle Verbesserungs Vorschläge, wird das Thema: "Erläuterungen und kritische Anmerkungen zur erweiterten National Hymne der deutschen Solidar Gemeinschaft" hier hinein gestellt.
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Beitragvon micha » 12.03.2009, 22:17

Zeilen-Änderung in der ersten Strophe, beschlossen gestern, am 12. März 2009.

Statt ... wenn es seine bunten Völker ...
heißt es nun ... wenn es seine guten Kräfte ...

Ich halte die Änderung für stärker als das Vorherige. Die "bunten Völker" boten noch Angriffs-Flächen. Wer sind/waren sie? Deutsche Trachten? Einwanderer? Selbst das Wort "Völker" war wackelig. Erinnerten sie an das "Völkische"? Nicht gut.

"Gute Kräfte" haben die Deutschen, das ist ohne jeden Zweifel wahr. Sie werden immer dann besonders gebraucht, wenn es bergab geht, wenn schlechte Kräfte dominieren. Die Strophe rückt sogar etwas näher an Hoffmann von Fallersleben heran und entfernt sich zugleich stärker von den Nazis, den Verderbern der Deutschen und der originalen ersten Strophe des Deutschland-Liedes.

In der zweiten Strophe der Nation-Hymne, der "pädagogischen", wird auch gleich deutlich, welche "guten Kräfte" zum Beispiel gemeint sind. Die Änderung unterstützt die Homogenität aller Strophen.

Ich würde mich freuen, Kommentare zu hören.

http://bundespraesident.blogspot.com/20 ... ident.html
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Beitragvon micha » 20.03.2009, 04:55

In der zweiten Strophe wollten "wir geloben, schulen". Das geloben ist vielleicht angesichts der exitenziellen Schwierigkeiten etwas zu viel verlangt. "Wollen wir versuchen, schulden," verpflichtet nicht gleich so arg. Werden wir bescheidener in den Ansprüchen.

Deutscher Fleiß und deutsches Wissen,
deutscher Sport und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren neuen guten Klang!
Uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang
wollen wir versuchen, schulen,
Edelmut hat höchsten Rang!
micha
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Beitragvon micha » 23.03.2009, 08:11

Die Nation-Hymne habe ich jetzt in meine Biographie eingetragen.

Nachtrag am 23/Maerz/2009 7:30 GMT+1 - http://bundespraesident.blogspot.com/20 ... ident.html

Auch in der zweiten Strophe hat sich eine kleine Änderung ergeben. Statt "Wollen wir geloben, schulen" heißt es jetzt "Wollen wir versuchen, schulen". Das klingt etwas bescheidener.

Die Nation-Hymne ist nun allmählich rund. Große Veränderungen sind nicht mehr zu erwarten. Beiteiligung an der Wortwahl von anderen hat es trotz Aufforderung leider nicht gegeben. Zum Abschluss habe ich das ganze Unterfangen nun in meine Biographie eingetragen. Kurz-Biographien waren für Profile in Facebook, MySpace, Twitter, Google, Xing gefragt. Den Text habe ich auch auf meiner Internet-Schreibtisch Seite und meiner Home eingetragen. Er lautet:

Kurzbiographie: unabhängiger politisch-gesellschaftlicher Internet-Kolumnis seit 1998. Mein Internet-Schreibtisch enthält um 6000 genau datierte Sofort-kommentare zu zitierten Ereignissen. Dazu Problem Lösungen. Politische, gesellschaftliche Modelle nach Analysen. Oft satirische Kritik an politischen Entscheidungs Trägern, die den Staats-Schuldenberg Deutschlands zu verantworten haben. Oftmals Warnungen, wenn falsche Weichen gestellt wurden. Kritik aus einer Gesamtsicht mit wissenschaftlichen, ethischen, kultur-patriotischen und objektiven Grundlagen. Konstruktion einer Nation-Hymne Fallersleben/vRhein mit sieben Strophen als dichterische "Verfassung" eines besseren, zukünftigen Deutschland, das allein mit meinen privaten Mitteln ein Stück vorangekommen ist, da nun eine Vision seiner guten Identität auf der Qualitäts-Stufe einer Staats-Insignie erkennbar ist.
Mir selbst ist die Bedeutung dieses Schrittes wohl bewußt, da Deutschland staatsrechtlich noch hinter einer völkerrechtlich anerkannten Verfassung hinterher hinkt. Während unsere Regierungen samt Bundes-Präsident Köhler in seiner früheren Eigenschaft als Staatssekretär unter Waigel Deutschland ausgelaugt haben, so dass nun ein unüberwindbarer Staats-Schuldenberg besteht, der spätere Inflation birgt und die Menschen wieder ihrer Habe berauben wird, das alles zurecht gebacken mit hohen Gehältern, Diäten, hohen Nebeneinkünften und luxuriösen Pensionen und Renten, alles aus Bürger-Steuern, im Endergebnis eine Abwärts-Bewegung Deutschlands also, ist mit der Nation-Hymne ohne finanzielle Mittel, ohne Unterstützung und ohne irgendein Mitdenken, irgendeine Mitbeteiligung, eine Aufwärts-Bewegung Deutschlands entstanden, die das Land auf seine guten Säulen stellt.

Warum ist es so sicher, dass nichts Besseres, keine bessere "Nation-Hymne" existiert? Über die Jahre wurden alle Versuche herangezogen und auch analysiert. Irgendetwas war so gut wie immer objektiv nicht geeignet, einige Versuche waren schlicht kitschig, entbehrten so gut wie alles, von der Vergangenheits-Bewältigung angefangen. Ein Versuch des ehemaligen Bundestags-Präsidenten Thierse, eine solche Nation-Hymne dichten zu lassen, mit Hilfe der Bild-Zeitung, brachte gar nichts. Wird die Vergangenheits-Bewältigung vergessen, zu der wir Deutschen auch der jüngeren Generationen durch geistige Beteiligung an gewissen Stellen aufgerufen sind, können solche Versuche nichts werden. Die "Bewältigung" kommt nun aber an den Fehlinterpretationen der Nazi-Zeit nicht vorbei. Wir können nicht einfach etwas völlig Neues erfinden, sondern stellen uns, korrigieren und zeigen, was Deutschland eigentlich ausmacht. So ist jetzt dieses Lied.
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Beitragvon micha » 19.04.2009, 04:33

An der ersten Strophe habe ich heute etwas geändert.

Hoffmann von Fallersleben:

Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt,
wenn es stets zu Schutz und Trutze
brüderlich zusammenhält!
Von der Maas bis an die Memel,
von der Etsch bis an den Belt:
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt!


Hoffmann von Fallersleben/micha vRhein, vorherige Fassung:

Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt,
wenn es seine guten Kräfte
brüderlich zusammenhält!
Von den Küsten zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt!


Hoffmann von Fallersleben/micha vRhein, neue Fassung ab heute:

Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt,
wenn es seine besten Kräfte
schöpferisch und klug erhält! Anmerkung1
Von den Küsten zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt!


_______________________

Anmerkung1

Zum Schutz und Trutz ist eine deutsche Redensart. Meine Veränderungsversuche sind alle nicht überzeugend. Also lassen wir es beim Schutz und Trutz. Die erste veränderte Strophe lautet jetzt also:

Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt,
wenn es stets zu Schutz und Trutze
brüderlich zusammenhält!
Von den Küsten zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt!

_______________________

Alte Begründung eines Verbesserungs-Versuches:

Die Änderung hat mit dem frühen Wort "zusammenhält" zu tun. Wer soll denn etwas zusammenhalten? Bei mir war die verwandelte Bedeutung schwach. Bei Hoffmann von Fallersleben bedeutete der Text noch, dass die Deutschen zusammenhalten sollen. Das war stark. Aber zum Schutz und Trutze geht heute nicht mehr, nachdem wir die introvertierte Katastrophe der Nazis erlebt haben, die eine Schutz und Trutz-Burg wie bei Luther aufbauten und darin dann die größten Verbrechen begangen.
Zuletzt geändert von micha am 20.04.2009, 15:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon micha » 20.04.2009, 05:02

In unbestimmten großen Abständen wurde immer mal wieder an der Nation-Hymne gearbeitet. Da ich nun dabei bin, wurde auch die zweite Strophe einer Prüfung unterzogen. Fallersleben zuerst:

Deutsche Frauen, deutsche Treue,
deutscher Wein und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren alten schönen Klang,
uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang:
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
deutscher Wein und deutscher Sang!

Die bisherige veränderte Fassung Fallersleben/vRhein:

Deutscher Fleiß und deutsches Wissen,
deutscher Sport und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren neuen guten Klang!
Uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang
wollen wir erstreben, schulen,
Edelmut hat höchsten Rang!

Die neue veränderte Fassung Fallersleben/vRhein ab heute:

Deutscher Fleiß und deutsches Wissen,
deutscher Sport und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren neuen guten Klang!
Uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang
hält uns wach und macht uns jünger,
Bildung hat den höchsten Rang!
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Beitragvon micha » 20.04.2009, 10:06

Ein Wort gändert an der zweiten Strophe, statt

Deutscher Fleiß und deutsches Wissen,
deutscher Sport und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren neuen guten Klang!
Uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang
hält uns wach und macht uns jünger,
Bildung hat den höchsten Rang!

ab heute:

Deutscher Fleiß und deutsches Wissen,
deutscher Sport und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren neuen guten Klang!
Uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang
hält uns wach und macht uns munter,
Bildung hat den höchsten Rang!

Das lässt sich einfach besser singen, ist flüssiger und "volksnah". Halt stopp noch ein anderes Wort, statt "wach" besser "jung". Auch darf Bildung spielerisch sein, der übertriebene Ernst darf nicht sein:

Deutscher Fleiß und deutsches Wissen,
deutscher Sport und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren neuen guten Klang!
Uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang
hält uns jung und macht uns munter,
Bildung hat den höchsten Rang!


Die 5. Strophe hat ebenfalls eine kleine Änderung, bisher:

Humboldt-Universitäten,
Sprachenschulen und Museen
werden Deutschland weiter leiten,
Ziele vor den Augen seh'n.
Jung, mit allen wachen Sinnen,
formen wir das schöne Land.
Neue Zeiten zu beginnen,
liegt in unsrer aller Hand.

Ab heute:

Humboldt-Universitäten,
Sprachenschulen und Museen
werden Deutschland weiterbringen,
Ziele vor den Augen seh'n.
Jung, mit allen wachen Sinnen,
formen wir das schöne Land.
Neue Zeiten zu beginnen,
liegt in unsrer aller Hand.

"weiter leiten" war nicht ganz richtig. Sie haben nur im übertragenen weiteren Sinne eine "leitende" Funktion. "Weiterbringen " ist dagegen unproblematisch.

Auch die 6. Strophe wurde ebenfalls etwas verändert. Bisher:

Bachs gemischte große Chöre,
Schumann, der ins Inn’re dringt,
Mozart, der uns leiten möge,
Wagner tragend frei erklingt!
Lasst uns musizieren, scherzen;
draußen sinkt die Abendglut,
Kinder halten Friedenskerzen,
Lichter geben Kraft und Mut.

Ab heute:

Bachs gemischte große Chöre,
Schumann, der ins Inn’re dringt,
Wagner tragend frei erklingt!
Mozart oder Pop, singt singt!
Lasst uns musizieren, scherzen;
draußen sinkt die Abendglut,
Kinder halten Friedenskerzen,
Lichter geben Kraft und Mut.

Mozart möge uns leiten, das tut er von allein. Niemand muss darauf aufmerksam machen. Er ist Musik an sich. Die musikalischen Anforderungen sind samt und sonders die höchste Stufe bei Prüfungen der Musik-Akademien. Was der Strophe gefehlt hat, nämlich die Akzeptanz auch moderner, auch leichter Musik, wird mit der Änderung nachgeholt, aber so, als ob Mozart befiehlt: Singt, singt, musiziert, musiziert! Die Vertauschung der dritten und vierten Zeile erzeugt bessere Übergängen. Zufällig ergibt sich ein "Dreiklang" aus dringt/klingt/singt.

Gestern hatte ich noch das Gefühl, dass etwas an den neuen Änderungen nicht stimmig war, nun aber bin ich einigermaßen zufrieden. Das Lied ist frischer geworden und kann Jugendliche mitziehen.
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Beitragvon micha » 21.04.2009, 00:43

wenn es stets zu Schutz und Trutze
brüderlich zusammenhält!

Die beiden Zeilen machen deshalb so viel Probleme, weil sie auf eine Nationalstaatlichkeit des 19. Jahrhunderts zusteuern, die im 20. Jahrhundert dann katastrophale Auswirkungen hatte.

Andererseits verlieren wir unsere Nation, wenn es mit dem Ausverkauf Deutschlands so weiter geht. Unter diesem Gesichtspunkt wären die beiden Zeilen wieder sinnvoll. Aber das Ausland wird dies nicht verstehen.

Das Ausland fürchtet die Deutschen, wenn sie nationalistisch werden. Diese Furcht sollte ausgerechnet eine Nation-Hymne, die an unsere Zeit angepasst ist, nicht extra streuen.

Soweit wären die Überlegungen logisch. Es bleibt aber die dichterische Qualität. Solange die beiden Zeilen nicht zumindest gleichwertig ersetzt werden können, fallen alle Versuche unter die Basis von Hoffmann von Fallersleben.

Überlegenswert ist, ob die Liebe zu Deutschland der ersten beiden Zeilen unbedingt an eine Bedingung, nämlich das Wort "wenn" geknüpft werden sollte. Die fraglichen beiden Zeilen sind also eine Herausforderung, nicht nur für mich, sondern auch für andere Deutsche, die gerne mitmachen dürfen.



Hier die Änderungsversuche:

Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt,
wenn es stets zu Schutz und Trutze
brüderlich zusammenhält!

wenn es seine guten Kräfte
brüderlich zusammenhält!

wenn es seine besten Kräfte
schöpferisch und klug erhält!

wenn es seine bunten Völker
brüderlich zusammenhält!
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Beitragvon micha » 21.04.2009, 01:03

Statt

Deutscher Fleiß und deutsches Wissen,
deutscher Sport und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren neuen guten Klang!
Uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang
hält uns jung und macht uns munter,
Bildung hat den höchsten Rang!


nun stärker:

Deutscher Fleiß und deutsches Wissen,
deutscher Sport und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren neuen guten Klang!
Uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang
hält uns jung, macht uns zu Menschen,
Bildung hat den höchsten Rang!
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Beitragvon micha » 21.04.2009, 01:22

Wie wäre es denn hiermit?

Statt

Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt,
wenn es stets zu Schutz und Trutze
brüderlich zusammenhält!

Von den Küsten zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt!

nun

Deutschland, Deutschland über alles!
Über alles in der Welt
geht uns unser schönes Ländle,
wenn es stets zusammenhält.

Von den Küsten zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt!


_____________

Damit wäre das Manko von Hoffmann von Fallersleben, dass nämlich die ersten Zeilen grammatikalisch eine Ergänzug bedürfen, weil es eben über alles und nicht über allem heißt, behoben. Die Ergänzug wäre jetzt Teil der Strophe durch die Worte "geht uns unser ..." und das Zusammenhalten, das so schön ist im Text von HvF, ist erhalten. "Ländle" ist mundartlich, zärtlich. Super - ich trage die Strophe ein! "Brüderlich" in der ersten und dritten Strophe kann als eine unschöne Wiederholung im originalen Deutschlandlied gesehen werden. Sie ist nun raus, ebenso die Hämmer "stets zu Schutz und Trutze", "brüderlich" und dann der Raum-Anspruch "Von der Maas ..." Man kann sich auch ohne das dritte Reich Soldaten-Kolonnen vorstellen, die genau diesen Text singen. Hoffmann von Fallersleben hatte offensichtlich auch an eine kriegerische Auseinandersetzung gedacht. 1870/71 war es dann soweit. Unter einem klugen Bismarck mag die Sache gut gegangen sein, aber danach wurden die Deutschen geradezu Krieg-süchtig Anmerkung1Nach schlimmen Weltkrieg-Erfahrungen im 20. Jahrhundert schlug das Pendel in die andere Richtung aus. Heute sind sie Krieg-Verweigerer und lassen Alliierte im Stich.

http://solidarpartei.de/hymne.html#1

Trotzdem gilt: wenn ein besserer Vorschlag gemacht wird, dann gilt der.

___________________

Anmerkung1

    Was treiben wir Deutschen in Afrika?
    Hört, hört!
    Die Sklaverei wird von uns allda zerstört.
    Und wenn so ein Kaffer von uns nichts will,
    Den machen wir flugs auf ewig still.
    Piff paff, piff paff, hurra!
    O glückliches Afrika!

    Wir pred'gen den Heiden das Christentum.
    Wie brav!
    Und wer's nicht will glauben, den bringen wir um.
    Piff paff!

    O selig die "Wilden", die also man lehrt
    Die "Christliche Liebe" mit Feuer und Schwert.
    Piff paff, piff paff, hurra!
    O glückliches Afrika!

    Wir haben gar "schneidige Missionar'",
    Juchhei!
    Den Branntwein, den Krupp und das Mausergewehr
    Die drei.
    So tragen "Kultur" wir nach Afrika.
    Geladen! Gebt Feuer! Halleluja!
    Piff paff, piff paff, hurra!
    O glückliches Afrika!


(Melodie: "Es klappert die Mühle am rauschen Bach", Verfasser unbekannt, Demokratisches Liederbuch, Stuttgart 1898.)

Man spricht von einem ersten Völker-Mord der Deutschen in Deutsch-Südwest-Afrika.
Zuletzt geändert von micha am 23.04.2009, 10:30, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitragvon micha » 21.04.2009, 01:39

Jetzt bin ich verrückt geworden. Die zweite Strophe hat noch eine kleine Verbesserung.

Bisher:

Deutscher Fleiß und deutsches Wissen,
deutscher Sport und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren neuen guten Klang!
Uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang
hält uns jung und macht uns munter,
Bildung hat den höchsten Rang!


Nun:

Deutscher Fleiß und deutsches Wissen,
deutscher Sport und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren neuen guten Klang!
Uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang
hält uns jung, macht uns zu Menschen,
Sport und Bildung: höchster Rang!


Und nun noch nachträglich, ein paar Stunden später:

Deutscher Fleiß und deutsches Wissen,
deutscher Sport und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren neuen guten Klang!
Uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang
hält uns jung, verschönt das Leben!,
Sport und Bildung haben Rang!


Und nun wieder nachträglich, ein paar Stunden später:

Deutscher Fleiß und deutsches Wissen,
deutscher Sport und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren neuen guten Klang!
Uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang
hält uns jung, schafft Sinn im Dasein,,
Sport und Bildung haben Rang!


Nochmal anders, eine halbe Stunde später:

Deutscher Fleiß und deutsches Wissen,
deutscher Sport und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren neuen guten Klang!
Uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang
hält uns jung, schafft Sinn im Leben,,
Sport und Bildung ihren Rang!


Nochmal Sport also, damit eventuell diese Strophe bei Sportereignissen gesungen werden kann. Der tiefere Sinn ist aber, dass die Formel der klassischen Antike Griechenlands, dass erst in einem gesunden Körper auch ein gesunder Geist wohne, auf die deutsche Agenda gehoben wird.

Dies ist eine nationale Aufgabe. Halb Deutschland ist krank. Fast die Hälfte aller Konsum-Prioritäten und Angebote sind extrem ungesund.

"Ihren" in der letzten Zeile bezieht sich nun auf "schafft", das flaue "haben" kann wegfallen. Es bewirkte eine Zeile ohne eigentliche Bindung an das Vorherige. "Schafft" hält nun die letzten vier Zeilen eng zusammen, ohne dass auf grammatikalische Genauigkeit verzichtet werden muss. Die Begeisterung für edle Taten gibt dem Dasein Sinn und dem Sport und der Bildung ihren Rang. Die "edlen Taten" sind also auch im Sport und in der Bildung möglich.
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